skip to content

Ermutigend: Ostermarsch 2024 in Müllheim

Gut hat er allen getan, die beim Ostermarsch 2024 in Müllheim dabei waren. Denn er hat gezeigt, die sich für eine Welt in Frieden einsetzen, stehen nicht allein.

Veranstaltungen wie unser Ostermarsch leisten einen Beitrag zum Zusammenhalt, zum Schulterschluss und zur gegenseitigen Motivation. Es kommt auf jede und jeden an sowie darauf, voneinander zu wissen, miteinander zu lernen und zusammenzustehen. Jeder Einzelne kann und sollte das tun, zu Mahnwachen gehen, Leserbriefe schreiben, sich auf Friedensdemos und in Bürgergesprächen zeigen.

Die Welt braucht Frieden - Beendet alle Kriege: SOFORT

Ostermarsch 2024 in Müllheim zum Hören

Dave von Radio Dreyeckland hat eine sehr ausführliche Radiosendung zum Ostermarsch 2024 in Müllheim produziert. Redebeiträge von Uli Rodewald und Anne-Katrin Vetter vom Friedensrat Markgräflerland sind zu hören sowie Statements von Demonstrationsteilnehmenden. Und die Ostermarschmusik:
Der Ostermarsch Chor begleitet von Felix Hempel und die Roma Bläser Band aus Freiburg.
Hört mal rein!

► Ostermarsch 2024 in Müllheim zum Hören

Schändlicher Zwischenfall während des Müllheimer Ostermarsches:

"Ihr gehört doch alle ins KZ"

Am Ostermontag zogen die Teilnehmer des Müllheim Ostermarsches von der Robert Schuman Kaserne durch die Innenstadt zur Abschlusskundgebung auf dem Marktplatz.  Immer wieder betonten sie lautstark ihre Forderung nach einer Zeitenwende für Abrüstung und Frieden und skandierten immer wieder: Frieden schaffen ohne Waffen.

Dabei kam es zu einem schändlichen Zwischenfall: Auf der Hauptstr. trat ein Passant dem Zug mit dem Ruf entgegen: "Ihr gehört doch alle ins KZ."

Empörte Teilnehmer des Ostermarsches machten die begleitende Polizei auf diese Nazi Aussage aufmerksam. Die Personalien dieser Person sind festgestellt und inzwischen ist gegen sie Strafantrag gestellt.

Auf dem Markplatz zeigte sich  Uli Rodewald, Sprecher des Friedensrats Markgräflerland, nicht nur empört über diese unsägliche Aussage. Sie zeige, so hob Rodewald hervor, wie notwendig es sei, alten und neuen Nazis entgegenzutreten. Dieser schändliche Vorfall mache deutlich, wie wichtig es angesichts des gegenwärtigen Erstarkens rechter Kräfte sei,  der Forderung " Nie wieder Faschismus" Geltung zu verschaffen.

Hier zeigen wir Bilder von unserem Marsch für den Frieden und dokumentiieren die ►Rede von Uli Rodewald vom Friedensrat Markgräflerland :

Liebe Freundinnen und Freunde,
liebe Kolleginnen und Kollegen
sehr geehrte Damen und Herren,

der Friedensrat Markgräflerland spricht Ihnen Anerkennung und Dank aus, die sie der Kriegshetzerei in unserem Land widerstanden haben und widerstehen.

Die Regierenden setzen darauf die Friedensbewegung aufzuweichen, sie lächerlich zu machen oder herabzuwürdigen. So versuchen sie ihre Kriege einzuteilen in notwendige, gerechte Kriege einerseits und völkerrechtswidrige, ungerechte Kriege andererseits. Und sie versuchen die Opfer ihrer Kriege einzuteilen in notwendige, hinzunehmende Opfer hier und in unschuldige Kriegsopfer dort . Das ist unsäglich.

Es gibt keine guten Kriege. Jeder Krieg ist ein Vebrechen.

Die Mehrzahl der Politiker in Deutschland setzt sich für eine Fortsetzung der Kriege auf der Erde ein und meint, ein immer grösseres und grausameres Gemetzel mit immer mehr Waffen sei besser als ein Einfrieren von Kriegen oder ein Waffenstillstand.

Jedermann weiss, wenn er auch sonst nichts weiss: Wer sich gegen die Beendigung von Kriegen ausspricht, befürwortet das Töten von Menschen. Nicht nur von Menschen in Uniform, sondern auch und gerade  das Leben von Zivilisten. Von Kindern.

Wir fordern: Stoppt Eure Kriege! Sofort!

Lassen wir uns nichts einreden: Es sind nicht unsere Kriege, die von den Regierenden geführt werden. 

Sie sagen Frieden und meinen Krieg.  Wir wollen ihre Kriege nicht. Wir pfeifen auf ihre Kriege.

Kriege bedeuten Tod und Verderben für die betroffenen Menschen.

So sehr wir, die wir für Frieden eintreten, auch von den Regierenden hierzulande angegeriffen und verleumdet weden: Wir stehen nicht allein.

Nicht nur der Papst,  Millionen von Menschen stehen wie wir für eine Welt, die von Waffen nichts mehr hält.

Trotz aller Kriegspropaganda ist die Mehrheit der Menschen in Deutschland nicht bereit, sich auf einen dritten grossen Krieg einzulassen.

Denn:

Der Krieg frisst seine Kinder.
Die Politik der Hochrüstung frisst die Zivilgesellschaft.
Armeen heizen die Klimakatastrophe an.
Und die Barbarei breitet sich aus wie ein Virus, gegen den Masken und Impfungen nicht schützen.

Wir treten ein für die gleiche Würde und gleiche Rechte aller Menschen. Wir stehen auf gegen Rassismus und jede mörderische Ideologie der Ungleichwertigkeit des
Menschen. Wir demonstrieren am Ostermontag in Müllheim für eine Welt, in der Menschen nicht vor Hunger sterben, obwohl es genug zu essen gibt, in der sich niemand unter Bombenhagel zur Nachtruhe legen muss, in der wir alle zusammen ein menschenwürdiges Leben führen können.

Wir verurteilen jeden Krieg.

Wir verurteilen das Töten von Menschen.

Wir treten Feindbildern und Militarisierung entgegen und wollen friedensfähig werden, nicht „kriegstüchtig“.

Wir stehen an der Seite all derjenigen, die sich in Russland, der Ukraine, in Israel, Palästina und weltweit weigern, aufeinander zu schießen. Warum lehnt das Bundesamt für Migration und Flüchtlinge (BAMF)  zwei Jahre nach dem Überfall Russlands auf die Ukraine weiterhin russische Verweiger*innen des Krieges ab und verpflichtet sie, nach Russland zurückzukehren?  Wir fordern uneingeschränktes Asyl für Kriegsdienstverweigerer aus kriegsführenden Staaten.

Das Töten von Menschen ist niemals ein Mittel zu einem vermeintlich guten Zweck.

Sicherheit ist nicht durch eine militärisches Gegeneinander zu erreichen, sondern nur durch ein Miteinander. So schwer das auch heute vorstellbar ist: Nur aus der Einsicht in den absoluten Vorrang der Friedensgewinnung

Zukunftsfähig ist nur eine Politik, die sich modernen Konfliktlösungen zuwendet, die ohne Waffen und Gewalt und ohne wechselseitigem Töten auskommen.

Mit Kriegen ist nur ein Gegeneinander möglich, kein Miteinander. Kriege produzieren Leid und machen die Welt unsicher. Eine lebenswerte Zukunft in Frieden und Sicherheit für alle Menschen wird es nicht durch mehr Waffen geben, sondern durch ein Weniger an Kriegsmaterial.

Welche Gründe auch immer zu welchem Krieg auch immer geführt haben: Sie zeigen eins:

Wenn es  in der Vorgeschichte am unbedingten Willen zum Frieden fehlt und Gewalt als Fortsetzung der Politik mit anderen Mitteln betrachtet wird, dann  eskalieren aus Machtinteressen Konflikte bis hin zum Krieg.

Was fehlte, war und ist der Wille zum Frieden.

Unabhängig von Vorgeschichte und Hintergrund der zahlreichen weltweiten Kriege und bewaffneten Konflikte wie in der Ukraine und in Israel und Palästina fordern wir den Stopp aller Waffenlieferungen und setzen uns für die Einstellung aller Kriegshandlungen zugunsten diplomatischer Lösungen ein. Jedes Leben zählt.

Nach der „Zeitenwende“ von Kanzler Scholz versucht Verteidigungsminister Pistorius mit seiner Forderung nach Kriegstüchtigkeit Deutschlands die Mobilisierung der Bevölkerung sowie Militarisierung und Aufrüstung voranzutreiben. Diese Politik im In‐
teresse westlicher Vorherrschaft steigert die Profite der Rüstungsindustrie gigantisch. Dieser Aufrüstungskurs bedroht die Finanzierung der sozialen Sicherung, der Bildung und Maßnahmen gegen den bedrohlichen Klimawandel. Die Rüstungsindustrie hat in den letzten zwei Jahren enorme Gewinne gemacht und geht dabei über Leichen.
100 Mrd. Euro zusätzlich und mehr stellt die Bundesregierung der Bundeswehr und der Rüstungsindustrie zur Verfügung – Lücken im Haushalt werden auf Kosten der Allgemeinheit und gerade sozial Benachteiligten der Gesellschaft gefüllt.

20 Jahre Kriege in Afghanistan, Irak, Syrien, Mali, etlichen weiteren Ländern, in der Ukraine und jetzt auch im Nahen Osten lehren, dass mit Krieg kein Frieden zu gewinnen ist. Dennoch wird im Krieg das Allheilmittel gesucht.
Wir fühlen mit den Opfern in der Ukraine, in Russland, wie auch in Israel, im Westjordanland und Gaza und in allen Kriegen. Unsere Solidarität gilt den Fliehenden aus Krieg, Armut und Not! Für sie braucht es Schutz und Aufnahme auch in unserm Land.

Wir fragen: Wie viele Menschenleben ist ein erkämpfter Quadratmeter Land wert?
Wir fragen: Rechtfertigen geopolitische Interessen und die Gewinne von Rheinmetall, Diehl Defence und und anderen die Lieferungen von Mordwerkzeugen?

 

Alle Mittel, die für Krieg verschleudert werden, brauchen wir für Bildung, Kultur, Wohnen, den Erhalt der natürlichen Lebensgrundlagen und ein menschenwürdiges Leben – hierzulande wie global.

Müllheim ist einer der Staionierungsorte der Deutsch-Französischen Brigade. Ein militärischer Grossverband dazu bestimmt, Kriege in aller Welt zu führen. Wir wollen nicht, dass hier und anderswo immer mehr Geld für Militär und Kriege ausgegeben wird: Deshalb demonstrieren wir am Ostermontag in Müllheim.

Abrüstung statt Aufrüstung - Butter statt Kanonen!
Jetzt muss alles für eine Deeskalation getan werden!

Wir fordern einen sofortigen Waffenstillstand.
Wir treten ein für Diplomatie und Entspannungspolitik.
Wir fordern statt Waffenlieferungen den Wiederaufbau aller kriegsverwüsteten Länder durch die an diesen Kriegen Beteiligten und globale Abrüstung.


 

Wenn es eine andere Zukunft als eine umfassende Zerstörung geben soll, dann müssen wir aus den bestehenden Logiken und überkommenen Rationalitäten aussteigen. Die Waffen müssen schweigen.

Krieg bedeutet auch die Zerstörung unserer Seelen. Schützen wir uns davor.  Auch indem wir der Kriegsrhetorik widerstehen und darauf bestehen, Frieden zu schaffen ohne Waffen.

Denn:

Der Krieg frisst seine Kinder.
Die Politik der Hochrüstung frisst die Zivilgesellschaft.
Armeen heizen die Klimakatastrophe an.
Und die Barbarei breitet sich aus wie ein Virus, gegen den Masken und Impfungen nicht schützen.


Lasst uns der „Unkultur des Krieges“ eine  „Kultur des Friedens“ entgegensetzen!

Die Welt braucht Frieden. Wir Menschen brauchen Frieden.

Beendet alle Kriege. Sofort.

 

 

Copyright © 2010 Friedensrat Markgräflerland | Website Templates by Tradebit | Powered by Website Baker