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Krieg um Mali

  

Sie üben für den Ernstfall: Soldaten der deutsch-französischen Brigade in Müllheim im Sommer. Bald könnte es soweit sein – wenn die Brigade ins westafrikanische Mali geht, im Rahmen einer Ausbildungsmission.

  

Ulrich Rodewald vom Friedensrat Markgräflerland und der Freiburger SPD-Außenpolitikexperte Gernot Erler mit einer Einschätzung zum möglichen Auslandseinsatz der Deutsch-Französischen Brigade in Müllheim

 

   

  

 

Das französische „Engagement“ in Mail, dauert nun über zwei Jahre. Die UN hat ein Mandat gegeben. Die EU schult in Afrika Soldaten. 

 

 

Mali: Ein weiterer Krieg um die Herrschaft über Rohstoffe
Ausstieg aus der Atomkraft ist auch Friedenspolitik


Während zivile Gruppen in Mali noch ihren mehrtägigen Friedensmarsch von Mopti nach Douentza für eine zivile Lösung der Konflikte in Mali planten, hat die französische Regierung schon kriegerisch in die Auseinandersetzungen eingegriffen.
So vielfältig die Gründe für die Verwerfungen in Mali auch sein mögen, so sicher ist auch, dass es für den Krieg Frankreichs um Mali handfeste Interssen gibt: „Langfristig hat Frankreich ein Interesse daran, Bodenschätze in der Sahelzone zu fördern, insbesondere Erdöl und Uran, das der französische Atomkonzern Areva im Nachbarland Niger bereits seit Jahrzehnten gewinnt", sagt Katrin Sold, von der Deutschen Gesellschaft für Auswärtige Politik (DGAP)                                                 http://www.dw.de/frankreichs-interessen-in-mali/a-16523727
Wie kann ein solches militärisches Eingreifen mit einer malischen Regierung verabredet werden, deren Legitimität zweifelhaft ist, da sie durch einen Militärputsch ins Amt kam? Fragt nicht nur die Stuttgarter Zeitung.
Und die Bundesregierung unterstützt ein weiteres Mal diese Art gewaltsamer Konfliktlösung.
Doch eine Politik, die Krieg als Mittel der Politik begreift, ist selbst gewalttätig.
Der Friedensrat Markgräflerland wendet sich gegen diese überholte Form der Konfliktbewältigung und wendet sich an die Bürgerinnen und Bürger, die Kräfte in Mali zu unterstützen, die sich für eine zivile Lösung der Konflikte einsetzen und protestiert gegen ein militärisches Engagement der Bundesregierung in diesem Konflikt.
Zudem verweist der Friedensrat auf den Zusammenhang von Energie- und Friedenspolitik: Der Krieg in Mali ist auch ein Krieg um atomare Ressourcen für Atomkraftwerke und Atomwaffen. So ist die Forderung nach der Stilllegung von Atomkraftwerken auch ein Beitrag für die Abrüstung, denn Energiepolitik ist auch Friedenspolitik: die militärische und die zivile Nutzung der Kernspaltung hängen unmittelbar und untrennbar zusammen.

Weitere Informationen auf unsrerer Seite finden Sie ►hier.

 

 

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