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8. Mai: Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg

Tag der Befreiung im Markgräflerland
Veranstaltung des Friedensrats in Müllheim

 

Zum Tag der Befreiung Deutschlands von Faschismus und Krieg am 8. Mai hatte der Friedensrat Markgräflerland zu einer Gedenkveranstaltung an die Gräber der 58 Kindern von Zwangsarbeiterinnen auf den Alten Friedhof in Müllheim eingeladen. Diese Kinder starben noch unmittelbar nach Beendigung der Nazi Herrschaft an deren Folgen.

Anne-Katrin Vetter vom Friedensrat Markgräflerland machte in ihrer Rede deutlich, unter welchen unmenschlichen Bedingungen die Zwangsarbeiter in Nazi Deutschland litten: "Medizinische Versorgung gab es kaum oder gar nicht, die Lebensbedingungen waren sehr schlecht, die Arbeitsbedingungen ebenfalls. Durch das Ausnutzen der Arbeitskraft wollten sich die Nazis an den Menschen rächen, die russischen Ursprungs, polnischen Ursprungs, oder sonstiger Nationalität waren, die ihnen nicht passten. „Untermenschen“ war ihre Sammelbezeichnung. Ganz oft wurden sie geprügelt oder gequält, geschunden und viele wurden ermordet."
Dann verlasen die Teilnehmer die Namen der verstorbenen Kinder und knüpften Bänder mit deren Namen an die umstehende Bäumen. Jedes Band geschmückt mit einem Vergissmeinnicht.
Leider weist bis heute kein Hinweis auf die Gräber der verstorbenen Zwangsarbeiterkinder hin. Der Friedensrat Markgräfland wird sich dafür einsetzen, dass in einer würdigen Form mit einer Hinweistafel diesem Mangel abgeholfen wird.
Dazu hatte er den an diesem Tag einen Entwurf für eine solche Tafel mitgebracht. Aufgezeichnet sind darauf die Namen der verstorbenen Kinder und ihre Lebensdaten. Und ein kurzer Text zur Situation der Zwangsarbeietr unter der Nazi-Herrschaft. Ein Zitat von Paul Eluard, französischer Widerstandskämpfer gegen die Nazis gibt den Grundgedanken dieser Gedenktafe wider: "Wenn das Echo ihrer Stimmen verhallt, gehen wir zugrunde."  
"Niezapominajka!" heisst auf polnisch:"Vergiss mein nicht!" Und so erhielten die Teilnehmer der Veranstaltung zum Abschluss der Zusammenkunft ein Vergissmeinnicht, auf dass die Opfer der Nazi Barbarei nicht vergessen werden.

 

8. Mai: Nie wieder Faschismus!

"Nie wieder ist jetzt" heisst ja ausgesprochen: "Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!" Am 8. Mai 1945 endete der von den Nazis entfesselte 2. Weltkrieg. Deutschland wurde von der Anti-Hitler Koalition vom Faschismus befreit. Schon im April 1945 war die französische Armee ins Markgräflerland einmarschiert. Damit endeten für die vielen Tausende Zwangsarbeiter, die auch im Markgräflerland zu Fronarbeit gezwungen worden waren, ihre Qualen und Strapazen.
Der Friedensrat Markgräflerland hat es sich zur Aufgabe gemacht, alljährlich am 8. Mai - dem Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg - an die 58 Kinder von Zwangsarbeiter zu erinnern, die noch nach Beendigung des Krieges seine Opfer wurden und auf dem Alten Friedhof in Müllheim begraben sind.
Erinnerung an die doppelte Befreiung von Faschismus und Krieg an den Gräbern der Zwangsarbeiterkinder auf dem Alten Friedhof in Müllheim am Mittwoch, 8. Mai 2024 um 18 Uhr: Niezapominajka! - Vergiss mein nicht!
Nie wieder Faschismus -  ist jetzt!

 

Am 8. Mai 1945 endete der von den Nazis entfesselte 2. Weltkrieg. Deutschland wurde von der Anti-Hitler Koalition vom Faschismus befreit. Schon im April 1945 war die französische Armee ins Markgräflerland einmarschiert. Damit endeten für die vielen Tausende Zwangsarbeiter, die auch im Markgräflerland zu Fronarbeit gezwungen worden waren, ihre Qualen und Strapazen.

Die französischen Militärbehörden brachten die nun ehemaligen Zwangsarbeiter in der Müllheimer Kaserne unter und registrierte sie als "displaced persons". In Müllheim waren es rund 5000 Menschen.  Ihr Gesundheits- und Ernährungszustand war zumeist schlecht.

Auf dem Alten Friedhof in Müllheim befinden sich am unteren Rand des Gräberfeldes für Soldaten, die im 2. Weltkrieg getötet wurden, Reihen von Steinplatten mit den Namen und Lebensdaten von Kindern, die in der Zeit unmittelbar nach Ende des 2. Weltkrieges dort beigesetzt wurden.

Die auf dem Alten Friedhof in Müllheim 58 begrabenen Kinder starben an den unmittelbaren Folgen der Nazi-Herrschaft, unter der ihre Eltern kein menschenwürdiges Leben führen konnten. Unter diesen Verhältnisse starben viele Kinder in ihren ersten Lebenstagen oder -jahren. Auch noch nach dem 8. Mai 1945.

► Gräber der Zwangsarbeiterkinder

Der Friedensrat Markgräflerland hat es sich zur Aufgabe gemacht, alljährlich am 8. Mai - dem Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg - an die 58 Kinder zu erinnern, die noch nach Beendigung des Krieges seine Opfer wurden:

Niezapominajka!                    Vergiss mein nicht!

              "Wenn das Echo ihrer Stimmen verhallt, gehen wir zugrunde "

   Paul Eluard, französischer Dichter im Widerstand gegen die Nazis

► das Plakat zum downloaden

► Flyer zum download

► Flyer zum download

So berichtete der SWR2016:

► Bericht des SWR Fernsehen über unsere Aktion zum Tag der Befreiung am 8. Mai in Müllheim

Am 8. Mai 2024 feiern wir zum 79. Mal den Tag der Befreiung von Faschismus und Krieg. Auch das Markgräflerland im Südwesten Deutschlands wurde von den Nazis befreit – und vom Krieg.
Heute wird der 8. Mai 1945 von vielen Europäern gefeiert und ist Teil eines kollektiven europäischen Gedächtnisses.

Dazu gibt es allen Grund - vor allem in Deutschland. Denn nach dem 8. Mai 1945 konnte ein demokratischer Neuanfang beginnen.
Die Überlebenden des Naziterrors, Opfer des Faschismus, wollten ein Land ohne Krieg und Terror errichten, demokratisch, frei und solidarisch.
Diesen Tag gilt es - so der Friedensrat Markgräflerland - zu würdigen und zu feiern.

Auch gegenwärtig, da mit dem Angriffskrieg Russlands gegen die Ukraine etwas passiert ist, das viele nicht für möglich hielten: Dass die Regierung eines Landes, das unter dem furchtbaren Vernichtungskrieg der Nazis derart gelitten hat, solch einen Krieg beginnen würde. Die russischen Panzer werden von den Urenkeln der Frauen und Männer gesteuert, die gemeinsam mit ihren ukrainischen Kampfgefährten unter unvorstellbaren Opfern die Sowjetunion verteidigten und die Hauptlast im Kampf für die Befreiung Europas vom Faschismus trugen. Der Einmarsch in ein anderes Land ist durch nichts zu rechtfertigen. Weder durch den Verweis auf eigene Sicherheitsinteressen noch durch den Verweis auf die völkerrechtswidrigen Kriege der NATO.


Der Friedensrat Markgräflerland lädt ein zur Erinnerung an die doppelte Befreiung von Faschismus und Krieg an den            ► Gräbern der Zwangsarbeiterkinder auf dem Alten Friedhof in Müllheim am Mittwoch, 8. Mai 2024 um 18 Uhr:

Niezapominajka! - Vergiss mein nicht!

Nie wieder Faschismus ist jetzt!

Und: Die Waffen nieder!

 

"Wenn das Echo ihrer

Stimmen verhallt, gehen wir

zugrunde "

Paul Eluard, französischer Dichter im Widerstand gegen die Nazis

 

 

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