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Protest gegen Sicherheitskonferenz

Veröffentlicht von Administrator (admin) am Feb 13 2016
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Etwa 3.000 Leute protestieren derzeit in München mit Bannern, Plakaten und lauten Rufen gegen die Sicherheitskonferenz im Bayerischen Hof. Organisiert wird die Demo vom "Aktionsbündnis gegen die Nato-Sicherheitskonferenz".

► Von: Regina Kirschner

Stand: 13.02.2016 |Bildnachweis

Seit heute Nachmittag treffen sich Friedensaktivisten und zivile Konfliktbearbeiter zu Diskussionen rund ums Thema Krieg und Frieden. Die Demonstranten kritisieren Waffenhandel und militärische Einsätze. Mit dabei ist auch der Liedermacher Konstantin Wecker, er fordert die Politiker auf, die Waffenlieferungen zu stoppen und ehrliche Diplomatie zu machen.

"Es geht mir konkret wie jedes Jahr darum, dass Menschen im Bayerischen Hof versammelt sind, die seit Jahrzehnten nichts als Krieg und Elend vorantreiben. Und meines Erachtens ist das Ganze ein ganz gezieltes Konzept, um den Waffenhandel nach oben zu bringen, um Ressourcen zu sichern. Es sind ihnen die Menschen völlig egal!"

Konstantin Wecker

Viele Demonstranten vertreten die Meinung, dass die Sicherheitskonferenz nicht den Frieden fördere, sondern den Krieg. Sie kritisieren dabei vor allem die Rüstungsindustrie und den Kampf um Ressourcen:

"Ich bin sicher, dass der Frieden von unten erkämpft werden muss und deshalb unterstütze ich das auch hier. Wenn ich dran denke, dass Deutschland an dritter Stelle weltweit an Rüstungsexporten ist, dann verschlägt's mir die Sprache."

Ein Demonstrant

Organisiert wird der Protest vom sogenannten Aktionsbündnis gegen die NATO-Sicherheitskonferenz. Die Veranstalter hatten für den Protest mit etwa 4.000 Teilnehmern gerechnet. Unter den Demonstranten sollen laut Polizei etwa 250 Autonome vom sogenannten Schwarzen Block sein. Bisher blieb es aber friedlich. Kurzzeitig setzten die Einsatzkräfte Pfefferspray ein, nachdem es zu einem Gerangel gekommen war. Drei Festnahmen soll es laut Polizei bisher gegeben haben.

Gegen militärische Gewalt

Für Abrüstung - gegen Rüstungsexporte und militärische Gewalt: Das ist die Kernbotschaft der Friedenskonferenz. Die Veranstalter sehen das Treffen als klare Alternative zur Sicherheitskonferenz im Bayerischen Hof. Bei der Friedenskonferenz diskutieren keine hochrangigen Politiker, sondern Vertreter von Nichtregierungsorganisationen, Journalisten und Friedensforscher.

"Wir brauchen eine Alternative zur Sicherheitslogik und es gibt eine Alternative zur Militär-gestützten Sicherheitslogik."

Markus Weingardt von der Tübinger Stiftung Weltethos

Keine Lösung mit Militäreinsätzen

Der Politik fehle nicht nur der Willen, sondern auch das nötige Wissen für zivile, nicht-militärische Konfliktlösungen. Der Friedensforscher Weingardt warnt: Durch Militäreinsätze werden Konflikte jedoch nicht dauerhaft gelöst. Vielmehr muss an der Prävention von Konflikten gearbeitet werden

"Da muss man aufmerksam sein. Man muss sehr früh wahrnehmen, wo entsteht was. Und man muss die Informationen ernst nehmen."

Markus Weingardt

Terrorismusfinanzierung

Weitere Themen bei der Friedenskonferenz sind die Terrorismusfinanzierung und die Bedeutung religiöser Friedensstifter. Rund 50 Leute sind dafür heute Vormittag ins DGB-Haus in München gekommen.

Zuletzt geändert am: Feb 13 2016 um 4:13 PM

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