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8.Mai - 70.Jahrestag der Befreiung

 

8. Mai 2015

70.Jahrestag der Befreiung von

Faschismus und Krieg

 


Rede von Anne-Katrin Vetter vom           Friedensrat Markgräflerland auf dem       Alten Friedhof in Müllheim:

 

Du kleine Helena, du dunkelhaariger Josef, du stumme Irena,

wieder ist ein Jahr vergangen!

Viele alte Kriege bestehen fort,viele neue Kriege quälen die Menschen auf der ganzen Welt.

Millionen Menschen sind auf der Flucht,kommen um, verhungern, werden ermordet, entführt, gequält.

 

Millionen Menschen sind ganz ohne Hoffnung und Hilfe,haben ihre Familienangehörigen verloren und sind allein – verlassen von der Welt.

Ihr kleinen Kinder,

Söhne und Töchter polnischer Menschen, Zwangsarbeiter während des Nazifaschismus, durftet nicht heranwachsen,weil Ihr durch die Folgen der Unmenschlichkeit der Nazis und ihrer Helfer umgebracht wurdet.

 

 

Fast 70 Jahre nach Eurem Tod stehen wir wieder hier und erinnern an Euch und Euer Schicksal.

Leider wissen wir so wenig über Euch.

Aber eines wissen wir: Erinnern heißt handeln.

 

Wir erneuern in unserem heutigen Gedenken an Euch unser Versprechen,unser Möglichstes dazu beizutragen, das Leid in dieser Welt etwas zu lindern. 

Indem wir uns für die Menschen und gegen Rassismus einsetzen!
Für Menschen, die aus ihren Ländern fliehen müssen.

Wir setzen uns für Frieden ein und gegen Kriege.

 


 Steine weisen den Weg zum Treffpunkt auf dem Friedhof:

 

Anne-Katrin Vetter, Friedensrat Markgräflerland und Christoph Kulessa vom Maximimilan Kolbe Werk Freiburg

Christof Kulessa spricht zu den Anwesenden

Blumen für die Kinder

Der Konsul der Republik Polen in München, Herr Dr. Aleksander Korybut-Woroniecki spricht

 

Blumen für die Kinder
70.Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg in Müllheim


Einige Dutzend Bürgerinnen und Bürger versammelten sich am 8. Mai auf dem Alten Friedhof in Müllheim, um dem 70. Jahrestag der Befreiung von Faschismus und Krieg zu gedenken. Hier liegen 58 Kinder meist polnischer Zwangsarbeiterinnen begraben, die noch nach Beendigung des Krieges seine Opfer wurden.
Eingeladen dazu hatte der  Friedensrat Markgräflerland. Dessen Vertreterin Anne-Katrin Vetter betonte in ihrer Begrüßung, dass mit dieser Veranstaltung nicht bloß den Opfern vergangenen Unheils gedacht werden solle, sondern zugleich ein Zeichen gesetzt werde für die Notwendigkeit, gegenwärtigen Bedrohungen des Zusammenlebens entgegenzutreten: Rassismus und Fremdenfeindlichkeit, Gewalt und immer neuen Kriegen.
Christoph Kulessa sprach als Vertreter des Maximilian Kolbe Werks in Freiburg. Diese katholische Organisation hat es sich zur Aufgabe gemacht hat, ehemalige KZ- und Ghetto-Häftlinge in Polen und anderen Ländern Mittel- und Osteuropas sowie deren Angehörige unabhängig von ihrer Religion und Weltanschauung zu unterstützen.
Kulessa betonte, wie schwer es in der unmittelbaren Nachkriegszeit besonders die Kinder hatten: "Gezeichnet von der Zwangsarbeit hatten die Eltern einfach nicht die nötigen finanziellen und körperlichen Mittel, ihre Kinder aufzuziehen.
Statt zu Schweigen sangen die Versammelten ein Lied. „ Sind so klein die Hände“ von Bettina Wegener. Dann wurden Blumen an den Grabstellen niedergelegt. Selbst gepflückte und von hiesigen Blumenläden gespendete. Blumen für die Kinder.
Und gelbe Bänder mit den Namen der verstorbenen Kinder und Wünschen für die Zukunft wurden an die umstehenden Bäume geknüpft: „ Nie wieder Faschismus“ und „ Beendet die Kriege“.
Vom polnischen Generalkonsulat aus München war Konsul Aleksander Korybut-Woroniecki angereist. Nach einer Kranzniederlegung für die verstorbenen Kinder hob er in seiner Rede hervor, wie dringlich alle Inititiativen sind, die sich für ein friedliches Zusammenleben der Menschen einsetzen. „"Solche Begegnungen wie diese in Müllheim sind für mich kein diplomatischer Zwang, sondern eine Herzensangelegenheit“, betonte Korybut-Woroniecki.

 

 

 

 

 

 

Materialien zum downloaden: ► Plakat    -    ► Flyer vor    -     ► Flyer rück

 

Bericht in der Badischen Zeitung 2014



 

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