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8.Mai 2014 - Tag der Befreiung

 

Am 8. Mai 2014 auf dem Alten Friedhof von Müllheim:

Blumen für die Kinder!

  

  

 

 

  Blumen für die Kinder


Der 8. Mai 1945 markiert das Ende des Zweiten Weltkriegs in Europa. Als Gedenktag erinnert er jährlich an die tiefe Zäsur von 1945: den Neuanfang und die doppelte Befreiung von Krieg und Faschismus. "Das Vergessenwollen verlängert das Exil, und das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung" - so der ehemalige Bundespräsident von Weizsäcker in seiner Rede zum 8. Mai 1985. Heute wird der 8. Mai von vielen Europäern gefeiert und ist so Teil eines kollektiven europäischen Gedächtnisses.

Auf dem alten Friedhof in Müllheim sind 58 Kinder ehemaliger, meist polnischer Zwangsarbeiterinnen begraben.. Am Donnerstag, den 8. Mai um 18.00 Uhr werden an ihren Gräbern Blumen niedergelegt,  um an die Kinder  zu erinnern, die hier bei uns nach Ende des 2. Weltkrieges an seinen Folgen starben. Der Friedensrat Markgräflerland lädt die Bevölkerung der Regio ein, daran teilzunehmen.

 

Verzeichnis der Namen der Kinder
(mit anklicken vergrößern)

 Flyer zum downloaden ►8. Mai 2014-vor

►8.Mai 2014-rück


 

 

 

Müllheim - sehenswert und abwechslungsreich.

 

Da hängt sie nun.

Unsere Einladung zum 8. Mai, dem Jahrestag der Befreiung.

Im Bahnhof von Müllheim.

Wird gesehen und hoffentlich beachtet.

 

Sie macht sich gut.

 

 

 

8. Mai 1945 - Befreiung. Was sonst ?!

Heute ist der 8. Mai als Gedenktag für das Selbstverständnis der Republik nicht mehr wegzudenken. Doch das war nicht immer so. Lange Zeit tat man sich vor allem in Westdeutschland schwer mit dem 8. Mai, symbolisierte der Tag doch Befreiung und Niederlage zugleich. Das erschwerte zunächst die öffentliche Beschäftigung mit einer der tiefsten Einschnitte in der deutschen Geschichte und offenbarte zugleich eine Spaltung der Gesellschaft in der Frage, was und wie das richtige Erinnern sei.

Mit seiner Rede zum 8. Mai rückte Bundespräsident a. D. Richard Weizsäcker 1985 den Tag in den Mittelpunkt öffentlicher Aufmerksamkeit. Seine Interpretation der Bedeutung des 8. Mai hatte wegweisenden Charakter: Nicht Kapitulation und Niederlage, sondern Befreiung von Krieg und NS-Dikatur ist spätestens seit Weizsäckers Rede der Grundtenor der Erinnerungskultur. Erstmalig wurde auch das lange gemiedene Thema Holocaust angesprochen: als einmalig und in der Erinnerung verbindlich, als grundlegend für das deutsche Selbstverständnis. "Das Vergessenwollen verlängert das Exil, und das Geheimnis der Erlösung heißt Erinnerung" - so Weizsäcker 1985.
Zwar wurde auch noch in den 1990er-Jahren vor allem von rechtsextremen Kreisen immer wieder versucht, den 8. Mai erinnerungspolitisch zu besetzen und den Aspekt der Niederlage an Stelle der Befreiung zu setzen. Durchsetzen konnten sich diese Bestrebungen aber nicht. Als europäisches Datum kann der 8. Mai heute von vielen Europäern gefeiert und so Teil eines kollektiven europäischen Gedächtnisses werden.

 

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