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38. Markgräfler Friedenswochen

 

 

Zum Programm der Friedenswochen erreichte uns diese Zuschrift:

Liebe fb-Freundinnen und Freunde!
Auch wenn die wenigsten von Euch dieser Einladung ins Markgräflerland im Länderdreieck Deutschland - Frankreich - Schweiz folgen werden, so ist es diese Mitteilung wert, gelesen und geteilt zu werden. Diese Einladung ist nämlich eine Sensation: Vor 35 - 40 Jahren gab es in vielen Städten und Gemeinden "Friedenswochen". Friedensinitiativen- und Bündnisse führten 1 Woche lang Informationsveranstaltungen und Aktionen zu friedensrelevanten Themen durch und rückten so das Thema Frieden in die Öffentlichkeit. Heute gibt es - obwohl sie nach wie vor notwendig wären - kaum noch solche Friedenswochen und nur wenige Friedensinitiativen- und Bündnisse haben die Zeit überstanden.
Nicht so im Markgräflerland!
Dort finden im November zum 38. Mal die "Markgräfler-Friedenswochen" statt - unter einem aktuellen Motto und einem interessanten Programm:
Beendet die Kriege,
den Hass,
die Gewalt!
Bereit für den Frieden!
Zu diesem "Jubiläum" und ihrer Standhaftigkeit muss man den FriedensfreundInnen im Markgräflerland einfach gratulieren!
Wie sie das geschafft haben - sie schreiben es selbst auf ihrer fb-Seite: "Widerstand muss Spass machen. Fröhlich und entschlossen für Frieden und Abrüstung!"
Weiter so, liebe Friedensfreunde. Eure Arbeit war, ist und bleibt (bis auf weiteres) notwendig!


 

 

 

 

Presseinformation mit der Bitte um Veröffentlichung!

Bereit für den Frieden! – Prêt pour la paix!
Das Programm der 38. Markgräfler Friedenswochen
 
Noch vor ihrem eigentlichen Start haben die diesjährigen Friedenswochen schon begonnen: Mit einer Ausstellung zu den Geschichten der Schuldenkrise in der Evangelischen Stadtkirche Müllheim, die noch bis zum 30. Oktober zu sehen ist. In ihr wird deutlich, woraus manche Kriegsursache gemacht ist: Aus der ungleichen Verteilung der Reichtümer dieser Erde. (Veranstalter: Ökumenische Erwachsenenbildung Müllheim-Badenweiler/DGB Markgräflerland)
Welche Katastrophen Kriege bedeuten, haben wir in Deutschland im letzten Jahrhundert zwei Mal erlebt. Die daraus erwachsene Losung „ Nie wieder Krieg!“ ist überholt. Auch von Deutschland geht wieder Krieg aus, auch aus dem Markgräflerland. Dies zu verdeutlichen und die Menschen in der Region in ihrer Ablehnung von Kriegen als Fortsetzung überholter Gewaltpolitik zu bestärken, ist der eine Schwerpunkt der Friedenwochen gewidmet.
Jeweils am Mittwoch veranstaltet der Friedensrat Markgräflerland im Kreuzungsbereich vor der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade in Müllheim Mahnwachen unter der Überschrift „ Bereit für den Frieden! Die Kriege beenden!“
Und es wird in der Region für Krieg produziert. In Neuenburg bei Rheinmetall Waffe Munition. Im Rahmen der „Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“, die auch von pax christi getragen wird, ruft der Friedensrat für den 20. November zu einer Protestkundgebung vor den Werkstoren auf.


Kriege – vergangene wie gegenwärtige – kommen nicht aus einer grauen Wolke, sondern werden gemacht. Von Menschen. Wie verstrikt die Evangelische Kirche im 1. Weltkrieg war zeigt eine weitere Ausstellung ab dem 25. November in der Aula des Markgräfler Gymnasiums in Müllheim. Zur Eröffnung spricht Dr. Hendrik Stössel, der einen Bogen spannt von der damaligen Situation bis zur heutigen Erklärung der Evangelischen Landeskirche in Baden zur Friedensethik. (Veranstalter: Arbeitskreis Frieden im Evang. Kirchenbezirk Breisgau Hochschwarzwald)
Kriege kosten Geld, bei uns werden sie finanziert aus Steuergeldern. Die moderne Form der Kriegsdienstverweigerung sei deshalb die Militärsteuerverweigerung. Meint Wieland Walter vom Netzwerk Friedensteuer und diskutiert am 11. November seine Vorstellungen im Evangelischen Gemeindehaus in Müllheim. (Veranstalter: Arbeitskreis Frieden im Evang. Kirchenbezirk Breisgau Hochschwarzwald)
Kriege sind so konkret wie der Frieden. Alljährlich wird am Volkstrauertag den Opfern von Krieg und Gewalt gedacht. Der Friedensrat möchte nicht, dass den Opfern vergangener Kriege neue Opfer hinzugefügt werden und setzt sich deshalb für einen Volkstrauertag am 16. November ohne Militär ein.
Gewalt nach außen geht Hand in Hand mit Gewalt nach innen. Andersdenkende zu ächten, um sie der Verfolgung Preis zu geben, ist ein Mittel dazu. Während des Faschismus in Deutschland ab 1933 wurden insbesondere die jüdischen Menschen verfolgt. Auch in Müllheim. Ihrer zum Gedenken veranstaltet der Friedensrat am 9. November alljährlich einen Schweigemarsch.
Und eine weitere Gruppe von Menschen Menschen wurde drangsaliert. Die Zwangsarbeiter. Einer von ihnen war Julian Garlewicz aus Polen, der 1942 in Niederweiler gehenkt wurde, weil er eine deutsche Frau liebte. Ihm wird auf dem Friedhof in Nierderweiler am 13. November gedacht.
Es gab aber nicht nur Verfolgung, sondern auch Widerstand gegen die Nazis im Markgräflerland. Davon wird zu hören sein bei einer Lesung aus der „Akte Weis“ am 4. November. Berichtet wird von Menschen, die den Mut hatten, sich den Nazis zu widersetzen.
Den Frieden bereiten, dazu möchten die 38. Markgräfler Friedenswochen beitragen.

 Flyer & Plakat zum downloaden: ►Vorderseite

                                            ► Rückseite

                                            ► Plakat

 

 Neueste Nachrichten:

   

 

 


► Die Friedenswochen in der "Badischen Zeitung" vom 30. Oktober 2014

 
bis zum 30. Oktober - wochentags von 14.00 bis 17.00 Uhr

Ausstellung: Geschichten der Schuldenkrise 

Ort: Evang. Stadtkirche Müllheim

Veranstalter: Ökumenische Erwachsenbildung/DGB Markgräflerland

 
 

Dienstag, 4. November 2014 – 19.30 Uhr

Widerstand gegen den Faschismus in Müllheim 1933 – 1945 „Die Akte Weis"              Eine  Lesung

Ort: Parkrestaurant Bürgerhaus Müllheim - Konferenzraum

Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland

 
In den dunkelsten Zeiten Deutschlands, während des Faschismus, gab es nicht nur Verfolgung, sondern auch Widerstand gegen die Nazis im Markgräflerland. Davon wird zu hören sein bei einer Lesung aus der „Akte Weis“. Berichtet wird von Menschen aus Müllheim, die den Mut hatten, sich den Nazis zu widersetzen.
Dienstag, 4. November 2014 – 19.30 Uhr
Widerstand gegen den Faschismus in Müllheim 1933 – 1945
„Die Akte Weis“ Eine szenische Lesung
Ort: Parkrestaurant Bürgerhaus Müllheim - Konferenzraum
Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland
www.friedensrat.org
 

Mittwoch, 5. November 2014 – 15.30 bis 16.30 Uhr

Bereit für den Frieden -  Die Kriege beenden!

Protest an der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade

Ort:  Kreuzung Schwarzwaldstr./Hügelheimer Str. – Müllheim

Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland

Welche Katastrophen Kriege bedeuten, haben wir in Deutschland im letzten Jahrhundert zwei Mal erlebt. Die daraus erwachsene Losung „ Nie wieder Krieg!“ ist überholt. Auch von Deutschland geht wieder Krieg aus, auch aus dem Markgräflerland. Dies zu verdeutlichen und die Menschen in der Region in ihrer Ablehnung von Kriegen als Fortsetzung überholter Gewaltpolitik zu bestärken, ist der eine Schwerpunkt der Friedenwochen gewidmet.
Jeweils am Mittwoch veranstaltet der Friedensrat Markgräflerland im Kreuzungsbereich vor der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade in Müllheim Mahnwachen unter der Überschrift „ Bereit für den Frieden! Die Kriege beenden!“
Protest an der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade
Ort:  Kreuzung Schwarzwaldstr./Hügelheimer Str. – Müllheim
Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland
www.friedensrat.org
 

Sonntag, 9. November 2014  - 17.00 Uhr

Schweigemarsch zum Gedenken an die ermordeten jüdischen Müllheimer - in Erinnerung an die Pogrome von heute

Ort: Evang. Stadtkirche in der Werderstraße, Müllheim

Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland

 
 

Dienstag, 11. November 2014 – 20.00 Uhr

Die moderne Form der Kriegsdienstverweigerung ist die Militärsteuerverweigerung.

Vortrag und Diskussion mit Wieland Walter, Netzwerk Friedenssteuer

Ort: Ev. Gemeindehaus Müllheim

Veranstalter: AK Frieden im Evang. Kirchenbezirk
 
 

Mittwoch, 12. November 2014 – 15.30 bis 16.30 Uhr

Bereit für den Frieden – Die Kriege   beenden!

Protest an der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade

Ort:  Kreuzung Schwarzwaldstr./Hügelheimer Str.  – Müllheim

Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland

 Welche Katastrophen Kriege bedeuten, haben wir in Deutschland im letzten Jahrhundert zwei Mal erlebt. Die daraus erwachsene Losung „ Nie wieder Krieg!“ ist überholt. Auch von Deutschland geht wieder Krieg aus, auch aus dem Markgräflerland. Dies zu verdeutlichen und die Menschen in der Region in ihrer Ablehnung von Kriegen als Fortsetzung überholter Gewaltpolitik zu bestärken, ist der eine Schwerpunkt der Friedenwochen gewidmet.
Jeweils am Mittwoch veranstaltet der Friedensrat Markgräflerland im Kreuzungsbereich vor der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade in Müllheim Mahnwachen unter der Überschrift „ Bereit für den Frieden! Die Kriege beenden!“
Protest an der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade
Ort:  Kreuzung Schwarzwaldstr./Hügelheimer Str. – Müllheim
Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland
www.friedensrat.org
 

Donnerstag, 13. November 2014 – 17.00 Uhr

Gedenken an Julian Garlewicz

ein polnischer Zwangsarbeiter, der 1942 in Niederweiler ermordet wurde, weil er eine deutsche Frau liebte

Ort: Friedhof Niederweiler

Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland

Julian Garlewicz war ein polnischer Kriegsgefangener,

der 1942 in einem Steinbruch bei Niederweiler erhängt wurde, weil er eine deutsche Frau liebte. Die Aufarbeitung seiner Geschichte fällt (manchem) bis heute schwer.                                                                                 

►  Informationen über Julian Galewicz

 

Ehemalige polnische KZ Häftlinge am Gedenkstein für Julian im Juli 2014

 

 

 

Sonntag, 16. November 2014 – 11.30 Uhr

Volkstrauertag ohne Militär

Den Opfern vergangener Kriege keine neuen Opfer hinzufügen!

Ort: Alter Friedhof Müllheim

 
 

Mittwoch, 19. November 2014 – 15.30 – 16.30 Uhr

Bereit zum Frieden -  Die Kriege beenden!

Protest an der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade

Ort:  Kreuzung Schwarzwaldstr./Hügelheimer Str.  – Müllheim

Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland

 Welche Katastrophen Kriege bedeuten, haben wir in Deutschland im letzten Jahrhundert zwei Mal erlebt. Die daraus erwachsene Losung „ Nie wieder Krieg!“ ist überholt. Auch von Deutschland geht wieder Krieg aus, auch aus dem Markgräflerland. Dies zu verdeutlichen und die Menschen in der Region in ihrer Ablehnung von Kriegen als Fortsetzung überholter Gewaltpolitik zu bestärken, ist der eine Schwerpunkt der Friedenwochen gewidmet.
Jeweils am Mittwoch veranstaltet der Friedensrat Markgräflerland im Kreuzungsbereich vor der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade in Müllheim Mahnwachen unter der Überschrift „ Bereit für den Frieden! Die Kriege beenden!“
Protest an der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade
Ort:  Kreuzung Schwarzwaldstr./Hügelheimer Str. – Müllheim
Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland
www.friedensrat.org
 

Donnerstag, 20. November 2014 - 15.30 Uhr

Rheinmetall entrüsten

Aktion Aufschrei – Stoppt den Waffenhandel“ vor Rheinmetall in Neuenburg  

Ort: Rheinmetall Waffe Munition GmbH - Niederlassung Buck Neuenburg

Hans-Buck-Straße 1 - 79395 Neuenburg

Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland

 

 

 

Dienstag, 25. November 2014 – 19.00 Uhr

Eröffnung der Ausstellung „Kirche und 1. Weltkrieg“ Eröffnungsvortrag von Dr. Hendrik Stössel

Ort: Aula Markgräfler Gymnasium Müllheim
Veranstalter:
AK Frieden im Evang. Kirchenbezirk

Besichtigung der Ausstellung bis zum 5. Dezember zu Schulöffnungszeiten

 
 

Mittwoch 26. November 2014 – 15.30 Uhr

Bereit für den Frieden – Die Kriege beenden!

Protest an der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade

Ort:  Kreuzung Schwarzwaldstr./Hügelheimer Str.   Müllheim

Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland

 Welche Katastrophen Kriege bedeuten, haben wir in Deutschland im letzten Jahrhundert zwei Mal erlebt. Die daraus erwachsene Losung „ Nie wieder Krieg!“ ist überholt. Auch von Deutschland geht wieder Krieg aus, auch aus dem Markgräflerland. Dies zu verdeutlichen und die Menschen in der Region in ihrer Ablehnung von Kriegen als Fortsetzung überholter Gewaltpolitik zu bestärken, ist der eine Schwerpunkt der Friedenwochen gewidmet.
Jeweils am Mittwoch veranstaltet der Friedensrat Markgräflerland im Kreuzungsbereich vor der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade in Müllheim Mahnwachen unter der Überschrift „ Bereit für den Frieden! Die Kriege beenden!“
Protest an der Kaserne der Deutsch-Französischen Brigade
Ort:  Kreuzung Schwarzwaldstr./Hügelheimer Str. – Müllheim
Veranstalter: Friedensrat Markgräflerland
www.friedensrat.org

 


20. November 2014:  Rheinmetall entrüsten
 

 

 

19. November 2014:

Ein Tag in den 38. Markgräfler Friedenswochen

Für eine Kultur des Friedens                                                             

                                         Für einen Volkstrauertag ohne Militär

 

 


Am Volkstrauertag wird den Opfern von Krieg und Gewalt gedacht. Auch in Müllheim. So sehr der Friedensrat Markgräflerland sich auch für ein solches Gedenken als mahnende Erinnerung an die Forderung „Nie wieder Krieg!“ einsetzt, so wenig darf aus seiner Sicht dieser Tag missbraucht werden zur Rechtfertigung Opfer neuer Kriege.
 

Aus Sicht des Friedensrats stellt die Teilnahme von Militärs an diesen Gedenkfeiern jedoch genau einen solchen Mißbrauch dar.

Dieser Gedenktag aber braucht vor allem ein klares Bekenntnis zu zu einer Politik der friedlichen Konfliktlösungen.
 

 

 
Um darauf aufmerksam zu machen, war der Friedensrat Markgräflerland auf der Gedenkfeier in Müllheim zugegen mit einem Transparent, auf dem zu lesen war: "Beendet die Kriege, den Hass, Gewalt. Frieden jetzt!"  
Statt einen Kranz niederzulegen, knüpften Vertreter des Friedensrates Friedenstauben an Büsche beim Denkmal für die getöteten Soldaten.
Mit vielen anderen setzt sich der Friedensrat für eine Politik ein, die auf zivile Konfliktlösungen baut. Darauf auch am Volkstrauertag hinweisen, darin sieht der Friedensrat auch einen Beitrag zur notwendigen Diskussion um eine Kultur des Friedens
.
 

Dem  Berichterstatter der Badischen Zeitung gelingt es nicht, seine Sympathie für das Kriegerische unter den Zaum zu halten: Er berichtet so: ►"Sauer reagierte der ehemalige General der Bundeswehr, Helmut Neubauer: "Ich hätte die nicht auf den Friedhof gelassen."

Eine Leserin entgegnet darauf mit John Lennon:Ob John Lennon nicht auch dachte, dass die Friedensräte mehr Anrecht auf Anwesenheit am Friedhof haben, als das Militär?

Imagine there's no countries
It isn't hard to do
Nothing to kill or die for
And no religion, too

Imagine all the people
Living life in peace

You, you may say I'm a dreamer
But I'm not the only one
I hope someday you will join us
And the world will be as one

Imagine no possessions
I wonder if you can
No need for greed or hunger
A brotherhood of man

Imagine all the people
Sharing all the world
You, you may say I'm a dreamer
But I'm not the only one
I hope someday you will join us
And the world will live as one

Wir sind bei der Leserin und Lennon.

Die Menschen mögen es (sich) entscheiden.

Der Redaktion Müllheim ließen wir dieses Schreiben zukommen:

Sehr geehrte..... ,
na klar kann frau ob gehabter Aktivitäten unterschiedlicher Meinung sein.  Berichterstattung unterscheidet sich aber von Meinung. Dachte ich.
Die Grenzen fließen. Und Herr Neubauer fühlt sich.
Dies zu Ihrer Berichterstattung zum "Volkstrauertag ohne Militär".
http://www.friedensrat.org/pages/willkommen.php
 
Es grüßt Sie
Uli Rodewald
Friedensrat Marklgräflerland
 

 

Schweigemarsch für die Opfer der Pogrome von gestern und heute in Müllheim. Noch heute zu sehen: Für jeden von den Faschisten ermordeten jüdischen Müllheimer hängt ein Kleidungsstück am Gedenkstein für die abgerissene Synagoge in Müllheim

   
   

 

Sammlung der Teilnehmerinnen vor der Evangelischen Stadtkirche in Müllheim

 

Schweigermarsch durch Müllheim. Seit Jahrzehnten dabei dieses Transparent:

GRUNDRECHTE SCHÜTZEN - RASSISMUS BEKÄMPFEN

 

Und wegen der aktuellen Situation ein neues Transparent dabei:

DEN FLÜCHTLINGEN EIN HERZLICHES WILLKOMMEN

 

Für jeden ermordeten jüdischen Müllheimer wurden die Lebensdaten verlesen und ein Kleidungsstück an eine Leine gehängt.

Gedenken heißt: HANDELN!

 

 

9. November 2014 – Schweigemarsch Müllheim
für die Opfer der Pogrome von gestern und heute

Uli Rodewald – Friedensrat Markgräflerland

Grundrechte schützen – Rassismus bekämpfen
I
Nach wie vor dominiert eine moralische Beurteilung des Rassismus in Deutschland. Rassismus wird als etwas Schlimmes, quasi als persönliche Verfehlung angesehen.
Rassismus ist in Wahrheit aber systemisch und er muss, wenn man ihn besiegen will, als System bekämpft werden.
Das bundesdeutsche Wirtschaftswunder der Nachkriegsjahre legitimierte die junge Demokratie durch eine starke Ökonomie, gleichsam als Ersatz für verlorene Größe. Die „Wirtschaft“ wurde zu einer sekundäre Autorität erhoben.
Dieser sekundären  Autorität Wirtschaftskraft haben sich individuelle Lebensentwürfe und Wünsche unterzuordnen. Was nicht ohne Aggressionen bei denen, die sich dieser Rationalität unterwerfen, abläuft. Zur autoritären Dynamik gehört, dass sich
die Aggressionen nicht gegen die Autorität selbst richten, sondern gegen andere Objekte. 2014 sind das konkret Asylsuchende, Muslime und Muslima, Sinti und Roma.
Die Migranten, sie stellen die größte Gruppe bei den Opfern dar, haben keine Partei die ihre Interessen vertritt, wenn sie denn überhaupt das Wahlrecht besitzen. Hetze und Aggressionen gegen Einwanderer geht seit mehreren Jahrzehnten bis in die Gegenwart von den Eliten aus, spätestens seit und mit Kanzler Kohl - wer Geld und Macht hat will keine Vermischung.


Dazu passen die Ergebnisse einer ► demoskopischen Erhebung zu politischen Einstellungen derjenigen Studierenden in Deutschland, die das Fach Rechtswissenschaft (Jura) belegen. Hier sind ein Drittel für die Todesstrafe und die Hälfte der Befragten ist für den Einsatz von Folter bei Verhören! Wer hat ihnen diese inhumanen und anti-demokratischen Einstellungen vermittelt? Die Eltern, die Gymnasien oder die Universität?
Wer von Opfern spricht, darf von den Tätern nicht schweigen.



II
Ende nächste Woche werden in Müllheim 60 Flüchtlinge aus Krisengebieten Afrikas provisorisch in einer Turnhalle untergebracht. Das es in einer so wirtschaftsstarken Region zu einer solchen Situation kommen konnte, stellt den Verantwortlichen ein Armutszeugnis aus.
 
Aus der Diskussion um Vorbehalte gegen die Flüchtlinge zitiere ich aus einem Leserbrief an die Badische Zeitung:
"Ein merkwürdiges Zusammentreffen: Am 21. Oktober titelt die Müllheim-Seite der BZ "Afrikanischer Traditional ist Publikumsliebling" und beschreibt den tosenden Beifall für afrikanische Rhythmen. Und am 22. Oktober wird am selben Ort von den Ängsten um Schülerinnen und Kita-Kinder berichtet, weil "60 junge Männer, voller Power" aus Afrika zu kommen drohen.  … Der schulmeisterliche Vorwurf, hier werde unangebracht moralisiert, ist voll daneben. Wenn die unterschwellige Angst vor Kindesmissbrauch, Vergewaltigung oder anderer körperlicher Gewalttätigkeit an Afrikanern festgemacht wird, dann muss dem – verdammt noch mal! – widersprochen werden.
Wo unbegründete Angst öffentlich ausgesprochen wird, wird Angst geschürt. Es stünde der Badischen Zeitung gut zu Gesicht, den Ängstlichen und den Angstmachern in dieser Stadt mit Zahlen zu belegen, wie viele bzw. wie verschwindend wenige junge Afrikaner – "voller Power" – Kita-Kinder oder jugendliche Schulbesucher in Deutschland zu belästigen pflegen. Angesichts der weltweiten katastrophalen Flüchtlingsnot ist es ein Wahnsinn, hier im südwestdeutschen Wohlstands-Wolkenkuckucksheim darauf herumzureiten, dass die Belegung einer Schulsporthalle mit "60 jungen, männlichen Flüchtlingen aus Afrika nicht zum allgemeinen Erfahrungsschatz" gehörten. Und was sollen eigentlich die vielen dunkelhäutigen Adoptions-, Immigrations- und Mischehenkinder, internationalen Studenten, Praktikanten und Deutschlandbesucher sagen, wenn die Lokalzeitung unserer "Toskana" Verständnis zeigt für den Kindermund: Wer hat Angst vorm schwarzen Mann?"

Wir haben diese Angst nicht. Wir sagen den Flüchtlingen vorbehaltlos ein herzliches Willkommen und wollen ihnen gute Nachbarn sein.

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